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Stubenwagen

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    Stubenwagen-Ratgeber: Alle Infos rund um das Thema

    Für ein Neugeborenes sind die vielen neuen Eindrücke des Lebens aufregende, aber auch emotionale Erfahrungen. Daneben macht es auch körperlich einiges durch: In den ersten Monaten ist jede seiner Zellen auf Wachstum programmiert. Kein Wunder also, dass Babys in ihren ersten Lebensmonaten bis zu 21 Stunden ihres Tages einfach verschlafen. Grund genug, für ein passendes Bettchen zu sorgen, das das Schlafbedürfnis deines Kindes voll und ganz zufriedenstellt.

    Wo und wie dein Baby schlafen soll, ist eine wichtige Frage, die du möglichst schon vor der Geburt beantworten solltest. Mit unserem Stubenwagen-Ratgeber wollen wir dir eine Orientierungshilfe bieten und dich dabei unterstützen. Du erfährst, was einen Stubenwagen von einer Wiege unterscheidet und was der Unterschied zu einem Beistellbettchen ist. Wir informieren dich darüber, was du in Bezug auf Sicherheit und Funktionalität beachten solltest und geben dir Tipps zu Bettdecke, Bettwäsche und Matratze. Auch zum Thema Pflege und Reinigung kannst du dir hier erste wichtige Informationen anlesen.

    Inhaltsverzeichnis

    1. Was ist ein Stubenwagen und was sind seine Vorteile?

    Ein Stubenwagen ist ein Schlaf- und Ruheplatz für Säuglinge, der meist deutlich kleiner ist als ein gewöhnliches Kinderbettchen. Er ist mit Rädern oder Rollen ausgestattet und kann so hin und her bewegt werden, ohne dass das Baby aufwacht. Ein Stubenwagen ist gewöhnlich aus Materialien wie Holz oder geflochtenem Korb gefertigt und hat einen Stoffhimmel oder eine Umrandung, die dem Säugling ein Gefühl der Geborgenheit gibt.

    Stubenwagen

    Babys fühlen sich in einem Stubenwagen im Allgemeinen wohler als in einem großen Kinderbett und Eltern gibt es ein gutes Gefühl, ihr Baby in ihrer Nähe zu wissen. In einem Stubenwagen kannst du dein Schätzchen ganz einfach von Raum zu Raum schieben und immer mitnehmen. In der Nacht stellst du den Stubenwagen einfach neben dein Bett. So kannst du dein Baby sofort versorgen, wenn es unruhig wird. Stubenwagen sind meist so gut proportioniert, dass sie in allen Schlafzimmern Platz finden.

    1.1 Stubenwagen im Vergleich zur Wiege

    Stubenwagen und Babywiegen sind sich in ihrem Aufbau, ihrer Materialbeschaffenheit und Größe sehr ähnlich. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass eine Wiege dazu gedacht ist, ein Baby sanft in den Schlaf zu schaukeln, es zu „wiegen“, während ein Stubenwagen dazu dient, das Baby im Raum herumzufahren. Schaukeln kannst du dein Baby in einem Stubenwagen für gewöhnlich nicht. Allerdings gibt es mittlerweile Wiegen, die mit Rollen ausgestattet sind, damit du dein Baby wie in einem Stubenwagen herumfahren kannst.
    Im Überblick:

    • Der Vorteil des Stubenwagens ist seine mobile Einsatzmöglichkeit.
    • Der Vorteil der Wiege ist ihre sanfte Schaukelbewegung.

    Ob sich ein Stubenwagen, eine Wiege oder eine Mischung aus beiden besser in deinen vier Wänden macht, musst du individuell entscheiden, indem du die Vor- und Nachteile abwägst.

    1.2 Stubenwagen im Vergleich zum Beistellbett

    Was den Stubenwagen von einem Beistellbett unterscheidet, ist sein Aufbau. Während Stubenwagen oft aus Korb geflochten sind und eine ovale Form haben, sind Beistellbettchen meist aus Holz gefertigt und eher viereckig geformt. Beistellbettchen haben Gitterstäbe, die auf einer Seite abmontiert werden können. So entsteht ein sogenannter Babybalkon, der eine maximale Nähe zwischen dir und deinem Baby ermöglicht. Wird das Beistellbettchen ganz nah an das Elternbett herangerückt und am Elternbett befestigt, schläft dein Baby ganz nah bei dir und liegt doch in seinem eigenen Bett.

    Wer ein Bettchen für sein Kind sucht, das so klein ist wie ein Stubenwagen und gleichzeitig die Funktionen eines Gitterbettchens hat, für den ist ein Stubenbettchen richtig. Stubenbetten gibt es mit oder ohne Rollen. Ein Himmel ist integrierbar, aber nicht unbedingt von Anfang an vorgesehen.

    Im Überblick:

    • Der Vorteil des Stubenwagens ist sein hübsches Aussehen.
    • Der Vorteil des Beistellbettchens ist die Umbaumöglichkeit zum Babybalkon.

    Ob du dich für einen Stubenwagen oder ein Beistellbett entscheidest, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Beide Bettchen sind vor allem für kleine Babys ideal. Vor deiner Entscheidung solltest du überlegen, wie viel Platz du im Schlafzimmer hast und wie nah dein Baby bei dir liegen soll.

    1.3 Stubenwagen im Vergleich zum klassischen Gitterbett

    Natürlich kannst du dein Baby auch von Anfang an in einem klassischen Gitterbett schlafen lassen. Die Unterschiede liegen hier im Aufbau und der Größe. Ein Stubenwagen ist in der Regel zwischen 50 und 60 cm breit und 80 bis 90 cm lang. Die meisten Gitterbettchen haben hingegen eine Breite von 70 bis 80 cm und eine Länge von 120 bis 140 cm, und bieten damit bis zu einem Alter von 4 Jahren genügend Platz. Einige Gitterbettchen lassen sich sogar zum Jugendbett umbauen.

    Klassische Gitterbetten haben oft eine ähnliche Balkonfunktion wie ein Stubenbett. Da sie jedoch recht groß sind, benötigen sie viel Platz. Sie werden mit oder ohne Rollen angeboten, für den mobilen Einsatz sind sie wegen ihrer Größe allerdings weniger gut geeignet als ein kleiner Stubenwagen.

    Im Überblick:

    • Die Vorteile des Stubenwagens sind seine kuschelige Größe und seine Mobilität.
    • Die Vorteile des Kinderbettchens sind seine Mitwachs- und Umbaumöglichkeiten.

    Auch hier solltest du dich vorab fragen, welche Eigenschaften dir am wichtigsten sind.

    2. Worauf sollte ich beim Kauf eines Stubenwagens achten?

    Beim Kauf von Babymöbeln steht natürlich die Sicherheit deines Kindes an erster Stelle. Doch es gehört selbstverständlich auch dazu, sich Gedanken um das Design zu machen. Schließlich gibt es für werdende Eltern meist nichts Schöneres, als ein Kinderzimmer hübsch einzurichten und niedliche Sachen für ihr Baby zu besorgen.

    2.1 Sicherheit und Funktionalität

    Ein Stubenwagen muss stabil und standfest gebaut sein. Das setzt eine hochwertige Verarbeitung voraus. Das Bettchen darf keine scharfen Ecken oder Kanten haben. Alle Teile vom Gestell bis zum Betthimmel sollten aus schadstofffreien Materialien sein. Das gilt auch für das Bettzeug, die Bettwäsche und das Nestchen. Anmerkung: Als „Nestchen“ wird ein weiches, längliches Polster bezeichnet, das rundherum in den Stubenwagen gelegt und am Rand befestigt wird. So fühlen sich kleine Babys geborgen und der Rahmen des Bettchens ist überall weich gepolstert. Stubenwagen mit geflochtenem Körbchen sind oft mit Stoff ausgekleidet. Achte darauf, dass diese Auskleidung möglichst luftdurchlässig ist.

    2.2 Größe und Design

    Ob im modernen oder nostalgischen Stil – ein Stubenwagen ist in den ersten Monaten ein schnuckeliger Schlafplatz für dein Baby und zugleich ein hübscher Blickfang. Das Untergestell ist meist aus Metall oder Holz gefertigt und steht auf vier Rollen. Der Bettkorpus besteht aus einem geflochtenen Weidenkorb oder einer Holzkonstruktion mit Gitterstäben. Die meisten Hersteller verwenden hochwertiges Naturholz wie massives Kiefern- oder Buchenholz. Dadurch erhalten viele Modelle eine klassische Optik. Es gibt aber auch Baby-Stubenwagen, die durch eine schlichte, leichte Konstruktion auffallen. Diese modernen Varianten haben ein Gestell aus Metall und ein viereckiges Körbchen, das aus luftigen Mesh-Materialien gefertigt ist. Farblich bleiben die Modelle meist zurückhaltend: Du kannst dich für Stubenwagen in romantischem Weiß entscheiden oder auf zarte Pastellfarben und niedliche Prints setzen. Entscheide, was dir am besten gefällt und überlege auch, was gut zu deiner Einrichtung passt. Vielleicht hast du schon ein bestimmtes Farbkonzept im Kopf? Wenn nicht: Neutrale Töne geben dir besonders viel Freiheit, weil sie sich ganz leicht in ein Ambiente einfügen. Die Größe des Stubenwagens variiert von Hersteller zu Hersteller. Wenn du deinen Rücken schonen möchten, solltest du auf die Höhe des Wagens achten und diese möglichst passend zu deiner eigenen Körpergröße auswählen.

    2.3 Multifunktionalität

    Einige Stubenwagen erhältst du auch als Multifunktionsbetten. Diese Modelle erlauben die individuelle Nutzung des Stubenbetts. Je nach Alter und Größe des Kindes, sowie nach gewünschter Funktion, kann das multifunktionale Stubenbett einfach umgerüstet werden. Meist umfassen die Betten-Sets Kufen (zum Wiegen), Rollen (zum Schieben), Gitterstäbe zum Umbau in ein Gitterbettchen und die textile Ausstattung. Hat das Kind sein erstes eigenes Kinderbett, wird dann aus solch einem Multifunktionsbett einfach eine kleine Bank!

    3. Welches Zubehör benötige ich für einen Stubenwagen?

    Die meisten Stubenwagen sind in praktischen Sets erhältlich, die alles bieten, was du für den Anfang brauchst: eine Matratze, ein schützendes Nestchen, einen Himmel, eine Bettdecke und hübsche Bettwäsche. Wenn dieses Zubehör nicht im Lieferumfang enthalten ist, kann es ganz einfach zugekauft werden. Selbst ein Himmel und eine Himmelstange sind separat erhältlich. Achte in jedem Fall auf hochwertige Materialien und eine sorgfältige Verarbeitung. Eine Hilfe beim Kauf bieten dir Prüfsiegel und Normen. Für Textilien hat sich das Gütesiegel TEXTILES VERTRAUEN bewährt. Dieses Siegel wird ausschließlich an Textilien vergeben, die die Anforderungen des international anerkannten Öko-Tex Standards 100 erfüllen und frei von Schadstoffen, Emissionen und Gerüchen sind. Da dein Baby seine ersten Monate im Liegen verbringt, ist eine gute, schadstofffreie Matratze besonders wichtig. Ein Pluspunkt sind abnehmbare Bezüge, die sich bei 60 °C in der Maschine waschen lassen. Für allergiegefährdete Säuglinge sind spezielle Bezüge erhältlich, die allergievorbeugend sind. Ob du dein Baby unter einer Bettdecke oder in einem speziellen Babyschlafsack schlafen legst, ist eine persönliche Entscheidung. Ein Babyschlafsack bietet den Vorteil, dass sich dein Baby nicht freistrampeln oder unter die Bettdecke rutschen kann.

    4. Vom Stubenwagen zum Kinderbett – Wann ist ein Wechsel sinnvoll?

    Einen Stubenwagen kannst du in der Regel bis zu einem Alter von 4 bis 6 Monaten verwenden. Das hängt von der Größe und der Lebhaftigkeit deines Babys ab. Spätestens, wenn dein Baby anfängt, sich am Rand hochzuziehen, wird es Zeit für einen Wechsel. Wahrscheinlich ist dein Kind aber sowieso schon vorher der 70 bis 80 cm großen Matratze entwachsen und benötigt ein größeres Kinderbett. In einem Gitterbett können Babys ordentlich strampeln und sich an den Gitterstäben hochziehen. Die Gitterstäbe sorgen für eine gute Luftzirkulation und ermöglichen einen optimalen Sichtkontakt. Viele Modelle sind mit einer höhenverstellbaren Liegefläche ausgestattet, die eine Anpassung des Bettchens an das Alter des Kindes ermöglicht.

    Tipps zur Reinigung und Pflege

    Die Matratze und die Bezüge sollten täglich gelüftet werden, damit die Feuchtigkeit entweichen kann, die während des Schlafens vom Körper abgegeben wird. Wechsele die Bettwäsche regelmäßig und wasche die Bezüge bei 60 °C. Das Gestell des Stubenwagens solltest du in regelmäßigen Abständen mit einem trockenen, weichen Tuch abstauben.