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Kinderwagen

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Kinderwagen-Ratgeber: Darauf kommt es beim Kauf an

Wieso ist der Sportwagen zwar sportlich unterwegs, aber noch lange kein Jogger? Was unterscheidet Luftkammer- von Luftreifen? Und warum sind mitunter selbst Kleinigkeiten wie eine Handbremse unverzichtbar?

Auf der Suche nach dem passenden Kinderwagen sind werdende Eltern oft überrascht: Nicht nur eine Vielzahl verschiedener Marken, Designs und Funktionen stehen zur Auswahl. Aspekte wie Sicherheit und Komfort spielen ebenfalls eine große Rolle. Maße und Gewicht wollen berücksichtigt werden. Die individuellen Erwartungen an einen Kinderwagen sind so unterschiedlich wie die Modelle selbst.

Nehmen Sie sich Zeit zu überlegen, was Ihrer Familie wichtig ist. Unser Ratgeber gibt Ihnen einen ersten Überblick über die wichtigsten Modelle, stellt Ihnen Ausstattungsmöglichkeiten und Funktionen vor.

Inhaltsverzeichnis

1. Welche Kinderwagen-Modelle gibt es?

Bevor Sie sich um die Details des Kinderwagens kümmern, hilft ein erster Blick auf die verschiedenen Modellvarianten.

1.1 Klassischer Kinderwagen

Der klassische Kinderwagen ist für die ersten Lebensmonate des Babys gedacht. Mit seiner geräumigen, hoch angebrachten Liegewanne bietet er dem Säugling einen geborgenen Platz für ausgedehnte Spazierfahrten. Die meist großen Räder sind in der Regel gut gefedert und sorgen neben einem ruhigen Lauf des Wagens oft für einen charmanten Retro-Look. Unter dem ausklappbaren Verdeck hat es das Baby wunderbar behaglich und ist zugleich vor Sonne, Wind oder Zugluft geschützt.

1.2 Kombi-Kinderwagen

Der Kombi-Kinderwagen überzeugt als echter Allrounder mit langer Nutzungsdauer. Zunächst genießen die Allerkleinsten den Komfort, den Liegewanne oder Soft-Tragetasche zu bieten haben. Später entdecken sie die Welt vom Sportsitz des Wagens aus. Im Handumdrehen sind die einzelnen Module ausgetauscht. Der Wagen bleibt von Geburt an bis zum Ende des Kinderwagenalters im Einsatz.

Lässt sich die Babyschale des Autos mittels passender Adapter auf dem Gestell befestigen, überzeugt das Multi-Talent Kombi-Kinderwagen mit einem weiteren Plus: Als praktisches Travel-System erleichtert es allen, die gern und viel mit Baby unterwegs sind, den Alltag.

Oft sind Kombi-Kinderwagen als umfangreiches Set mit passendem Autositz der Gruppe 0+, Sonnenschirm, Wickeltasche und jeder Menge weiterem Zubehör erhältlich.

1.3 Buggy

Leicht, wendig und im Nu platzsparend zusammengefaltet – die Vorteile eines Buggys liegen auf der Hand. Wer viel mit Bus oder Bahn unterwegs ist, wird den kompakten Komfort des Gefährts schnell zu schätzen wissen. Die kleinen, oft schwenkbaren Räder meistern die engen Wege der City ebenso mühelos wie jeden Supermarktgang. Unbedingte Voraussetzung für die Nutzung eines Buggys ist jedoch, dass das Kind bereits selbstständig sitzen kann.

1.4 Sportwagen

Der Sportwagen bietet im Vergleich zum Buggy ein Plus an Komfort. Seine größeren, gefederten Reifen nehmen es mühelos mit jedem Untergrund auf. Das Kind genießt den ruhigen Lauf des Wagens nicht nur in der Stadt, sondern auch im Gelände.

Gepolsterte Gurte und ein zusätzlicher Schutzbügel erhöhen die Sicherheit des kleinen Passagiers, wenn es über Stock und Stein geht. Viele Modelle verfügen neben einer Feststellbremse zum sicheren Parken des Wagens auch über eine Handbremse. Geht es bei Ausflügen bergauf und -ab, erleichtert sie es, die Kontrolle über den Kinderwagen zu behalten. Auch bei der Nutzung des Sportwagens sollten die Kleinen selbstständig sitzen können.

Achtung: Trotz seines Namens sollte der Sportwagen nicht für Jogging oder Inlineskating genutzt werden!

1.5 Jogger

Wer auch mit Kind sportlich aktiv unterwegs sein möchte, sollte über die Anschaffung eines Joggers nachdenken. Diese dreirädrigen Modelle verfügen über eine optimale Federung und große Luftreifen mit Profil. Auch bei hohen Geschwindigkeiten bieten sie guten Bodenkontakt und geraten nicht ins Wanken. Die Sicherheitsanforderungen sind speziell darauf ausgelegt, zusammen mit dem Nachwuchs zu trainieren. Allerdings sollten die Minis die Großen erst beim Joggen oder Skaten begleiten, wenn sie wirklich stabil sitzen.

1.6 Geschwister-und Zwillingswagen

Werden Zwillinge erwartet oder kündigt sich ein kleines Geschwisterchen an, bevor das große dem Kinderwagenalter entwachsen ist, sind Geschwisterwagen die optimale Wahl. Viele Modelle bieten die Möglichkeit, Liegewannen und Sportsitze flexibel zu kombinieren. Generell zu unterscheiden sind Doppel- und Tandemwagen: Bei der ersten Variante sitzen die Kinder neben-, bei der zweiten hintereinander. Eltern von Zwillings- oder Geschwisterkindern sollten genau überlegen, ob sie im Alltag besser mit einem breiteren oder einem längeren Kinderwagen zurechtkommen.

Kinderwagentyp Vorteile Nachteile Altersempfehlung

Kombi-Kinderwagen

  • lange Nutzungsdauer
  • flexibler Wechsel von der Liegewanne oder Softtragetasche zum Sportsitz möglich
  • höheres Gewicht und größeres Klappmaß
  • ab Geburt bis circa zum 6. Lebensmonat

Buggy

  • leicht, wendig und kompakt
  • geringes Faltmaß und somit optimal für Reisen

 

  • oft wenig gefedert und somit nicht geländetauglich
  • für Kinder, die bereits selbstständig sitzen können

Jogger

  • optimale Federung und Sicherheitsausstattung für hohe Geschwindigkeiten
  • aufgrund seiner Maße eher nicht für den Transport in Bus und Bahn geeignet
  • für Kinder, die bereits selbstständig sitzen können

Zwillings/ Geschwisterwagen

  • Transport mehrerer Kinder möglich
  • oft flexible Einzelmodule
  • große Breite oder Länge
  • ab Geburt bis ins Kleinkindalter, je nach Modell für Kinder gleichen oder auch unterschiedlichen Alters

2. Was sind wichtige Merkmale eines Kinderwagens?

Das passende Kinderwagenmodell ist vielleicht bereits gefunden, aber bevor Sie an die konkrete Planung der einzelnen Ausstattungsmerkmale gehen, sollten Sie ein paar wichtige Fragen für sich beantworten:

  • Sind Sie hauptsächlich in der City unterwegs oder soll der Babywagen Sie auch auf Ausflügen ins Grüne begleiten?
  • Wie viel Platz steht Ihnen zum Abstellen des Kinderwagens zur Verfügung?
  • Müssen Sie mit Buggy und Co. Treppen meistern oder auch in Busse und Bahnen einsteigen?
  • Reisen Sie viel und soll der Kinderwagen Sie dabei begleiten?
  • Wollen Sie mit dem Wagen Einkäufe erledigen und transportieren?
  • Sind Sie der Outdoor-Typ, der auch bei Wind und Wetter lange Spaziergänge unternimmt?
  • Wie lange wollen Sie den Kinderwagen nutzen? Ist Ihnen dabei eine flexible Anpassung des Wagens wichtig?
  • Wer schiebt das Kind?

2.1 Gestell

Verfügt der Kinderwagen über einen praktischen Klappmechanismus, erleichtert das nicht nur den Transport im Kofferraum des Autos und in Bus oder Bahn. Kompakt zusammengefaltet lässt sich der Wagen, wenn er nicht im Einsatz ist, auch in kleineren Wohnungen oder Treppenhäusern problemlos abstellen. Achten Sie darauf, dass sämtliche beweglichen Teile des Faltsystems gesichert sind: Das schützt nicht nur Sie, sondern auch Ihr Kind! Wer den Kinderwagen häufig im öffentlichen Nahverkehr nutzt, sollte die Maße des Gestells unbedingt berücksichtigen: Passt der Wagen durch gängige Türbreiten? Erlaubt das Gewicht es, den Wagen zu tragen?

2.2 Räder

Die Räder des Kinderwagens bestimmen nicht nur den Fahrkomfort der Erwachsenen: Ihre Beschaffenheit wirkt sich auch erheblich auf die kleinen Passagiere aus. Material, Größe, Federung und auch Anzahl der Räder sollten unbedingt an die entsprechenden Herausforderungen angepasst werden. Sind Sie mit dem Kinderwagen auf Wald und Feldwegen unterwegs oder unternehmen Sie als Familie eher Touren in der City? Generell lässt sich festhalten, dass größere Räder ruhiger laufen, kleinere mehr Wendigkeit bieten. Schwenkräder erleichtern das Manövrieren in engen Gassen und Gängen, sollten aber auch feststellbar sein, um Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster zu meistern. In puncto Bereifung lassen sich drei gängige Varianten unterscheiden:

Luftradtyp Vorteile Nachteile

Lufträder

  • leichtgängig
  • optimal gefedert
  • ruhig laufend
  • Reifendruck kann individuell eingestellt werden
  • optimal für unebenes Gelände
  • Flickzeug sollte immer mitgeführt werden

Luftkammerräder

  • Kombination aus Luft- und Kunststoffrad
  • pannensicher
  • weniger Federung

Hartgummiräder

  • kaum Abnutzung
  • pannensicher
  • langlebig
  • optimal für die Stadt
  • weniger Federung

2.3 Schieber

Höhenverstellbarer Schieber

Der Schieber des Kinderwagens kann geteilt oder durchgängig sein. Während die erste Variante das Lenken und Umsetzen des Kinderwagens vereinfacht, ermöglicht die zweite das unkomplizierte Schieben mit einer Hand. Sind Griffe oder Stange höhenverstellbar, erlauben sie zudem eine individuelle Anpassung an die Körpergröße des Schiebenden. Manche Modelle verfügen über eine Teleskopfunktion, andere lassen sich abwinkeln. Wer unkompliziert auf Sonne, Wind oder die Laune des Kindes reagieren können möchte, ist mit einem Schwenkschieber gut beraten: Ohne weiteres lässt sich die Fahrtrichtung selbst während eines Spaziergangs ändern. Modelle mit unterschiedlich großen Rädern können flexibel auf den jeweiligen Untergrund reagieren: Werden die größeren Hinterreifen nach vorn gebracht, stellen Unebenheiten ein weitaus kleineres Hindernis dar.

2.4 Bremsen

Fast alle gängigen Kinder- und Babywagen sind heute mit einer Feststellbremse ausgestattet. Sie sollte mindestens auf zwei Räder gleichzeitig wirken, um den Wagen sicher an seinem Platz zu halten. Ob sie per Hand oder Fuß betätigt wird, ist dabei eher eine Frage des persönlichen Geschmacks. Bietet der Kinderwagen eine zusätzliche Handbremse, erleichtert diese das Steuern in unebenem Gelände.

2.5 Sitzeinheit

Verstellbare Rückenlehne

Während die Liegewanne des Babywagens bei fast allen Modellen ähnliche Eigenschaften aufweist, lohnt es sich, den Sportsitz genauer unter die Lupe zu nehmen: Er zeigt sich in erheblichem Maße für die Sicherheit und den Komfort des Nachwuchses verantwortlich. Damit kleine Entdecker unterwegs nicht vorschnell aus dem Kinderwagen steigen, verfügen die meisten Sportsitze über einen 5-Punkt-Sicherheitsgurt. Gut gepolstert hält er den Nachwuchs zuverlässig im Wageninneren. Ein zusätzlicher Frontbügel erhöht den Herausfallschutz. Ist er schwenk- oder abnehmbar, geht das Ein- und Aussteigen des Kindes besonders leicht. Damit sich die Kleinen auf langen Spazierfahrten ausruhen können, sollte die Rückenlehne idealerweise bis in die Liegeposition verstellbar sein. Manche Modelle verfügen über eine stufenlose Regulierbarkeit, andere über voreingestellte Neigungswinkel. Auch die Fußstütze sollte sich möglichst in Höhe und Länge verstellen lassen: Nur so liegen die kleinen Beine auf Ausflügen bequem auf. Manche Sitzeinheiten lassen sich sowohl in als auch entgegen der Fahrtrichtung installieren: Sie haben so die Möglichkeit, flexibel auf den Entwicklungsstand Ihres Kindes einzugehen. Achten Sie auch auf Breite und Länge des Sitzes: Finden selbst größere Kinder bequem auf ihm Platz?

2.6 Verdeck

Ein großes, möglichst ausziehbares Verdeck bietet dem Kind im Wagen Schutz vor Sonne, Wind oder auch leichtem Regen. Idealerweise ist ein UV-Schutz bereits integriert. Verfügt das Dach über ein Sichtfenster, haben die Erwachsenen den Nachwuchs auch dann im Blick, wenn er nach vorne blickend gefahren wird.

2.7 Zubehör

Fußsack, Flaschenhalter oder Windeltasche – die meisten Firmen bieten eine große Palette an Extras und Accessoires. Auch hier gilt es, Ihre persönlichen Ansprüche zu kennen. Wer viele Ausflüge unternimmt oder auf dem Weg von der KiTa noch Einkäufe erledigt, wird auf einen großen Untergestellkorb nicht verzichten wollen. Ohne Regenschutz sind Spaziergänge bei Wind und Wetter kaum möglich. Im Sommer lässt sich dagegen nur schwer auf einen Sonnenschirm sowie Sonnensegel mit UV-Schutz verzichten. Wer viel mit dem Auto unterwegs ist, freut sich über Adapter, um die Babyschale auf dem Gestell zu befestigen. Für alle Eltern, die während Ihres Spaziergangs nicht auf einen Coffee- to-go verzichten möchten, gibt es Becherhalter oder sogenannte Cupholder. Schauen Sie genau hin, was bereits im Lieferumfang Ihres Kinderwagens enthalten ist.

3. Bewährte Marken

Einige Marken führen wir bei myToys schon seit vielen Jahren, ein kleiner Überblick soll Ihnen helfen die verschiedenen Marken kennenzulernen. Hier erfahren Sie mehr zu ABC Design, Britax und Bergsteiger. ABC Design Das deutsche Familienunternehmen überzeugt mit innovativen Kinderwagen-Designs zu fairen Preisen. Funktionalität und ein unkompliziertes Handling stehen für das weltweit operierende Unternehmen an erster Stelle. Flexibel lassen sich Erstlingswagen zur Sportvariante umrüsten, um den Bedürfnissen junger Eltern gerecht zu werden. Und deren Meinung ist stark gefragt bei ABC Design: Auf Basis der Rückmeldungen von Eltern entstehen hier funktionale und innovative Modelle, die Design, Komfort und Sicherheit in Einklang bringen.

hauck

Vom Jogger bis zum Zwillingswagen bietet britax römer für jede Familie den passenden Kinderwagen. Maximaler Komfort und hohe Sicherheit verstehen sich bei den Designs des global agierenden Unternehmens von selbst. Das Unternehmen trägt einen entscheidenden Anteil an der Entwicklung von Standards von Sicherheitsgurten. Der Automatik- Sicherheitsgurt beispielsweise ist eine Erfindung von britax römer! Pluspunkten wie der Auszeichnung „Made in Europe“, einem hauseigenen Testlabor und der jahrzehntelangen Erfahrung verdankt britax römer das Vertrauen seiner Kundinnen.

Bergsteiger

Bergsteiger steht für Qualität, Sicherheit und Funktionalität. Alle Kinderwagen-Designs des deutschen Unternehmens überzeugen als praktische Kombi-Variante. Luftgefüllte Reifen treffen auf eine ansprechende Retro-Optik und ein faires Preis-Leistungsverhältnis. Auch die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit spielen für das Unternehmen eine Rolle. Sämtliche in der Produktion gefertigten Textilien weisen daher eine Oeko-Tex-Standard 100-Zertifizierung auf!

4. Normen und Siegel

Sicherheit spielt im Leben mit Kindern eine zentrale Rolle. Kinderwagen bilden hier selbstverständlich keine Ausnahme. Die europäische Sicherheitsnorm EN 1888 legt europaweit einheitlich fest, welche sicherheitstechnischen Anforderungen Kinder-, Kombi-, Sportwagen und Co. erfüllen müssen.

Dabei regelt die Norm im Einzelnen folgende Punkte:

  • Materialien des Kinderwagens
  • Standsicherheit und Aufbau
  • Feststellbremsen
  • Verriegelungen
  • Rückhaltesystem und Verschlüsse
  • Abnehmbare/drehbare Sitzeinheit
  • Dynamische Festigkeit
  • Festigkeit der Räder
  • Produktinformation und Kunststoffverpackung
  • Tragegriffe und Schieber

Wer auf den ersten Blicke erkennen möchte, ob der Kinderwagen die EU-Norm erfüllt, sollte nach den unabhängigen Prüfsiegeln TÜV- und GS (geprüfte Sicherheit) Ausschau halten.

Auch Textilsiegel wie Oeko-Tex bürgen für die Qualität des Kinderwagens.

Wir hoffen, dass unser Ratgeber Sie auf der Suche nach dem passenden Kinderwagen unterstützt. Ob Kinderwagen-Set, Kinderbuggy oder Geschwisterwagen: Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Aussuchen und Finden des richtigen Modells.