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Kinderwagenberater

Geschwisterwagen & Zwillingskinderwagen

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Geschwisterwagen-Ratgeber: Worauf Sie beim Kauf achten sollten

Inhaltsverzeichnis

Ganz gleich, ob sich Zwillinge ankündigen oder die Geburt eines kleinen Geschwisterchens ansteht: Wann immer Kinder im Doppelpack spazieren gefahren werden sollen, erleichtert ein Geschwisterkinderwagen oder ein Zwillingskinderwagen den Familienalltag enorm. Maße und Gewicht stehen bei der Auswahl des passenden Modells vielleicht stärker im Fokus als bei Kinderwagen für ein Kind. Themen wie Sicherheit und Komfort sind aber ebenfalls relevant. 

1. Sollen Zwillinge oder Geschwister unterschiedlichen Alters transportiert werden?

Ganz klar: Zwei gleichaltrige Racker stellen andere Anforderungen an einen Kinderwagen als Kinder in unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Kann ein Kind bereits laufen, möchte es die Welt zumindest ab und an auch zu Fuß erkunden und spontan ein- und aussteigen. Liegt das Geschwisterchen zeitgleich noch in der Liegewanne, muss der Geschwisterwagen flexibel auf die Bedürfnisse beider Kinder reagieren. Modelle mit verschiedenen Modulen sind in diesem Fall besonders praktisch. Je mehr Kombinationsmöglichkeiten von Sportsitzen und Babywannen oder auch Softtragetaschen sie zulassen, desto optimaler kann jedes Kind an seine Altersstufe angepasst gefahren werden.

Zwillinge benötigen Liege- oder Sitzplätze in der Regel zeitgleich. Lassen sich zwei Babywannen oder zwei Sitze montieren, ist dies vollkommen ausreichend. Genau wie bei Modellen für Einzelkinder überzeugen Kombi-Kinderwagen als Multitalente mit langer Nutzungsdauer. Tipp: Können Ihre Kinder bereits selbstständig sitzen, stellt ein Zwillingsbuggy möglicherweise eine gute Alternative zum Geschwisterwagen dar. Sein geringeres Gewicht und kompaktere Maße lassen ihn im Alltag punkten.

2. Tandem- oder Doppelwagen

Die Anordnung der Sitze entscheidet maßgeblich über die Breite des Geschwisterwagens. Bei der Tandem-Variante befinden sich Liegewannen oder Sitze hintereinander angeordnet. Der Wagen überzeugt mit einer Breite, die sich nicht von klassischen Modellen unterscheidet. Supermarktgänge, Altstadtgassen oder Türen stellen für diesen Zwillingswagen kein Hindernis dar. Babywannen und Sportsitze bieten den kleinen Passagieren den gleichen Komfort wie vergleichbaren Einlingsmodellen. Multifunktionale Modelle ermöglichen es, die Fahrtrichtung für jedes Modul einzeln festzulegen. Die Kinder können zu den Eltern oder nach vorn blickend sitzen. Wollen die Geschwister miteinander interagieren, werden die Sitze einander zugewandt angeordnet. Tipp: Damit auch die kleinen Entdecker in der zweiten Reihe uneingeschränkte Sicht haben, sollte der hintere Sitz höher angeordnet sein.

Beim Doppelwagen befinden sich Liegeflächen und Sitze nebeneinander. Die Kleinen entdecken gemeinsam die Welt, können sich während der Fahrten unterhalten und miteinander beschäftigen. Langeweile kommt so auch auf längeren Ausflügen garantiert nicht auf. Um die höhere Breite des Doppelwagens überschaubar zu halten, verfügen die meisten Modelle über eine schmalere Sitzfläche. Das damit einhergehende geringere Gewicht der Doppelwagen erweist sich als Argument zu ihren Gunsten.

Tandemwagen

  • genauso schmal und wendig wie ein klassischer Kinderwagen
  • Liege- und Sitzeinheiten genauso komfortabel wie beim Einzelkinderwagen

Doppelwagen

  • Kinder haben gleich gute Sicht
  • einfache Kommunikation der Kinder untereinander
  • häufig geringeres Gewicht

3. Welche Ausstattung benötigt mein Geschwisterwagen?

Ganz gleich, wie viele Kinder Sie spazieren fahren wollen: Wenn es um die Ausstattung eines Kinderwagens geht, stehen Ihre individuellen Anforderungen klar im Vordergrund. Versuchen Sie für sich zu beantworten,

  • wo Sie hauptsächlich mit dem Kinderwagen unterwegs sein werden.
  • ob Sie mit dem Geschwisterwagen Bus und Bahn nutzen.
  • ob Sie den Geschwisterwagen mit dem Auto transportieren wollen.
  • ob die Personen, die den Geschwisterkinderwagen schieben, unterschiedlich groß sind.
  • ob Sie den Kinderwagen für Einkaufstouren nutzen.

3.1 Worauf soll ich beim Gestell achten?

Gewicht und Maße stehen beim Geschwisterwagen viel stärker im Vordergrund als beim klassischen Ein-Kind-Modell. Wer den Nachwuchs im Doppelpack schiebt, freut sich über jedes Gramm, das nicht bewegt werden muss. Kurven fahren, Bordsteine überwinden – all das gelingt mit einem leichtgewichtigen Wagen weitaus komfortabler. Eine geringere Breite geht mit mehr Wendigkeit einher. Tandem-Kinderwagen sind hier klar im Vorteil. Einkaufen im Supermarkt oder das Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel meistern sie ohne Probleme. Um den Geschwisterwagen im Kofferraum des Autos transportieren oder ihn platzsparend verstauen zu können, sollte er unbedingt über eine Falttechnik verfügen. Lässt sich diese mit einer Hand bedienen – umso besser. Wer mit zwei Kindern unterwegs ist, hat weder Zeit noch Muße, sich mit komplexen Mechanismen auseinanderzusetzen. Das Klappmaß gibt über die jeweilige Länge, Breite und Höhe des Wagens in zusammengefaltetem Zustand Auskunft. Tipp: Achten Sie darauf, dass der Kinderwagen über eine Transportsicherung verfügt. Nur so ist sichergestellt, dass das Gestell beim Ein- oder Ausladen nicht zufällig auseinanderklappt.

3.2 Welche Räder sollte mein Geschwisterwagen haben?

Eltern, die im Alltag mit Zwillings- oder Geschwisterwagen unterwegs sind, werden wendige und leichtlaufende Räder schnell zu schätzen wissen. Dazu lässt sich folgende Faustregel festhalten: Größere Räder gleichen Unebenheiten besser aus, kleinere verleihen einem Kinderwagen mehr Beweglichkeit. Mit schwenkbaren Varianten meistern auch breite Doppelwagen so manche Herausforderung. Die Räder sollten aber auf jeden Fall arretiert werden können. Nur so überzeugen sie auch auf Terrain wie Kopfsteinpflaster.

In puncto Bereifung lassen sich drei gängige Varianten unterscheiden:

  • Lufträder bieten die beste Federung. Selbst wenn es über Stock und Stein geht, werden Stöße optimal abgedämpft und die Kleinen genießen den ruhigen Lauf des Kinderwagens. Damit dies auch auf lange Sicht so bleibt, sollte der Reifendruck von Zeit zu Zeit überprüft werden. Tipp: Verstauen Sie Luftpumpe und Flickzeug stets griffbereit im Wagen. Die Utensilien nehmen nur wenig Platz in Anspruch und Sie müssen den Ausflug nicht wegen eines Plattens abbrechen.
  • Hartgummiräder sind langlebig und pannensicher. Speziell bei Geschwisterwagen punkten sie mit ihrem geringen Gewicht. Da die Reifen selbst nicht federn, sind sie eher für Fahrten in der Stadt und ebenes Terrain gemacht.
  • Eine tolle Kombination, die die Vorteile von Luft- und Hartgummirädern vereint, sind Luftkammerräder. Gut gefedert und stabil begleiten sie Fahrten durch jedes Gelände. Da die eingeschlossene Luft nicht entweichen kann, sind diese Räder pannensicher.

Lufträder

  • geländetauglich
  • optimale Federung und leichtgängiger Lauf

Hartgummiräder

  • für die Stadt
  • langlebig

Luftkammerräder

  • geländetauglich
  • gut gefedert und langlebig

3.3 Welche Anforderungen sollen Liege- und Sitzplatz meines Geschwisterwagens erfüllen?

Liegewanne, Softtragetasche und auch Sportsitz des Geschwisterwagens sollten den Kindern ausreichend Platz bieten. Vor allem beim Doppelwagen ist darauf zu achten, dass die Sitzflächen nicht zu knapp bemessen sind. Im Tandemwagen sollte auch dem hinten sitzenden Kind ausreichend Beinfreiheit zur Verfügung stehen. Damit beide Kinder komfortabel im Zwillingskinderwagen unterwegs sind, sollten sämtliche Einstelloptionen möglichst unabhängig voneinander möglich sein. Das eine Kind will sich ausruhen, das andere munter die Welt entdecken? Beide Kids kommen nur dann voll auf ihre Kosten, wenn die Rückenlehnen und Fußstützen ihrer Sitze separat geneigt, die Verdecke einzeln reguliert werden können. Lassen sich Wannen und Sitze in oder entgegen der Fahrtrichtung installieren, haben Eltern und Kinder die Wahl: Die Kleinen können den Großen zugewandt fahren oder nach vorn blickend die Welt erkunden. Kommt Wind auf oder werden die Kinder von der Sonne geblendet, erlauben wendbare Sitz- und Liegemodule es, spontan zu reagieren. Wie bei Ein-Kind-Wagen auch, sollten Sportsitze über einen 5-Punkt-Sicherheitsgurt verfügen. Er hält die kleinen Passagiere von spontanen Ausstiegsversuchen ab. Ein zusätzlicher Frontbügel erhöht ihren Schutz. Er sollte nach Möglichkeit schwenk- oder abnehmbar sein. So gestaltet sich das Ein- und Aussteigen der Kinder einfacher.

3.4 Welche Eigenschaften sollte der Schieber des Geschwisterwagens aufweisen?

Schieber gibt es in durchgängigen oder geteilten Ausführungen. Die erste Variante lässt sich auch mit einer Hand komfortabel bedienen. Die zweite erlaubt ein leichteres Lenken und Manövrieren des Kinderwagens. Während durchgängige Schieber eher an Geschwisterwagen zu finden sind, verfügen viele Zwillingsbuggys über einzelne Griffe. Für beide Ausführungen gilt: Nur wenn die Höhe reguliert werden kann, ist eine ergonomische Anpassung des Schiebers an die Größe der Erwachsenen möglich. Je nach Modell kann das entweder über eine Teleskopfunktion oder ein Abwinkeln des Bügels geschehen.

3.5 Benötigt mein Geschwisterwagen Bremsen?

Feststellbremsen gehören zur Grundausstattung eines Kinderwagens. Sie sollten mindestens auf zwei Räder wirken, um den Wagen sicher an seinem Platz zu halten. Wer sich mehr Komfort und eine bessere Kontrolle über den Wagen beim Fahren in unebenem Gelände wünscht, sollte Wert auf eine zusätzliche Handbremse legen.

3.6 Wie wichtig ist ein Einkaufskorb?

Mit zwei Kindern unterwegs zu sein, bedeutet auch, die doppelte Windelmenge, zweifache Wechselwäsche und vieles mehr im Gepäck zu haben. Der Einkaufskorb am Gestell des Geschwisterkinderwagens sollte ausreichend Stauraum bieten und leicht zugänglich sein. Wer zusammen mit den Minis im Wagen den Wocheneinkauf erledigt, sollte bedenken, dass mit der Anzahl der Familienmitglieder auch die Einkaufsmenge steigt.

3.7 Welches Zubehör gehört zum Lieferumfang meines Geschwisterwagens?

Sonnenschirme, Flaschenhalter oder auch Adapter, die das Befestigen einer Babyschale am Gestell ermöglichen, sind nur einige Accessoires, die den Geschwisterwagen sinnvoll ergänzen können. Informieren Sie sich, was bereits im Lieferumfang Ihres gewählten Modells enthalten ist und was Sie separat dazukaufen können.

4. Normen und Siegel

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser: Die Sicherheit ihrer Kinder steht für Eltern an erster Stelle. Keine Frage, dass auch ein Geschwisterkinderwagen diesem Anspruch gerecht werden muss. Die europäische Sicherheitsnorm EN 1888 legt europaweit einheitliche Standards zum Test von Kinderwagen fest. Dabei umfasst ihre Prüfung folgende Punkte:

  • Materialien des Kinderwagens
  • Standsicherheit und Aufbau
  • Feststellbremsen
  • Verriegelungen
  • Rückhaltesystem und Verschlüsse
  • abnehmbare/drehbare Sitzeinheit
  • dynamische Festigkeit
  • Festigkeit der Räder
  • Produktinformation und Kunststoffverpackung
  • Tragegriffe

Trägt ein Kinderwagen die unabhängigen Prüfsiegel TÜV und GS (geprüfte Sicherheit) erfüllt er sämtliche Ansprüche der Norm EN 1888. Für die textile Ausstattung des Kinderwagens können zudem noch Textilsiegel wie Oeko-Tex Standard 100 vergeben werden. Auch hier lohnt es sich, genau hinzuschauen.