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Schlitten

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    Schlitten-Ratgeber: Großer Winterspaß für die ganze Familie

    Der Winter kommt und neben Minusgraden hat er auch jede Menge Schnee im Gepäck!  Und das bedeutet nicht nur für die Kleinsten den größten Spaß. Sobald die erste Flocke vom Himmel fällt, können auch wir Erwachsenen es gar nicht mehr erwarten, den Schlitten herauszuholen und den nächsten Hügel anzusteuern. Denn Rodeln ist ein Spaß für die ganze Familie.

    Inhaltsverzeichnis

    Schlitten

    Wo es früher meist nur den einen klassischen Holzschlitten gab, ist heute die Auswahl groß. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist etwas dabei. Einige Modelle setzen auf althergebrachte Designs, andere überzeugen durch technische Finessen. Und natürlich spielt der Sicherheitsaspekt eine große Rolle.

    Wir beraten dich gerne, damit du weißt, welcher der perfekte Kinderschlitten für ungetrübten Schneespaß ist.

    1. Von Holz bis Kunststoff – diese Schlittenarten gibt es

    Schlittenfahren ist eine der beliebtesten Aktivitäten, sobald der Schnee die Erde zugedeckt hat. Doch Schlitten ist nicht gleich Schlitten. Hier lernst du die unterschiedlichen Modelle kennen.

    Davoser

    Davoser-Schlitten

    Der Davoser Schlitten ist sicherlich einer der bekanntesten Exporte aus der Schweiz. Er unterscheidet sich vom klassischen Hörnerschlitten eigentlich nur darin, dass er am Vorderteil flach bleibt. Der Davoser ist der ideale Schlitten für Rodelpartien mit der Familie, bei der auch mehrere Personen bequem Platz finden können. Auch hier kannst du die meisten Modelle mit einer sogenannten Schlittenlehne ausstatten, die sehr komfortabel ist und eine zusätzliche Sicherheit für die jüngsten Fahrer und Fahrerinnen darstellt.

    Slider oder Snow-Glider

    Snowglider

    Die Slider sind wannenähnlich aufgebaut und liegen nicht auf Kufen, sondern flach auf dem Boden. Oft sind sie mit einem Haltegriff und einer Zugbremse ausgestattet. Slider können sehr schnell hohe Geschwindigkeiten erreichen und sind für die tempobegeisterten Rodler und Rodlerinnen gut geeignet.

    Hörnerschlitten – der Klassiker

    Die meisten kennen dieses Modell noch aus der Kindheit. Der Hörnerschlitten ist aus robustem Holz gefertigt und an der Vorderseite leicht nach oben geschwungen. An diesen sogenannten Hörnern können sich kleine und große Rodler gut festhalten. Der Hörnerschlitten eignet sich auch für den Fahrspaß mit mehreren Personen, weil er ausreichend Platz bietet. Dieser Holzschlitten ist auch hervorragend geeignet, um ihn hinter sich herzuziehen. Einige Modelle kannst du mit einer zusätzlichen Rückenlehne erweitern, die schnell und unkompliziert befestigt werden kann. Das ist vor allem für die Kleinsten eine zusätzliche Sicherheit beim Rodelvergnügen.

    Schneebike oder Snowrider

    Als ein Hybrid zwischen Schlitten und Skier kann das Schneebike bezeichnet werden. Ein in der Höhe verstellbarer Rahmen steht auf zwei kleinen Skiern. Mit diesem Schneefahrzeug wird die Bergabfahrt zum Geschwindigkeitsrausch.

    Lenkbobs oder Lenkschlitten

    Ein Lenkschlitten wird meist aus Kunststoff gefertigt und ist dadurch sehr leicht im Gewicht. Dies ist ein besonderer Vorteil, um schnell richtig Fahrt aufzunehmen und hohe Geschwindigkeiten zu erreichen. Lenkschlitten und Bobs liegen gleichmäßig in der Bahn und sind auch in den Kurven stabiler als der klassische Holzschlitten. Sie lassen sich mittels eines Lenkrads steuern. Auf Lenkschlitten hat meist nur eine Person Platz. Viele Modelle sind mit einer Bremsfunktion ausgestattet.

    1.1 Kunststoffschlitten oder Holzschlitten?

    Beide Varianten überzeugen durch viele Vorteile. Der Holzschlitten kommt häufig zum Einsatz, wenn mehrere Familienmitglieder gleichzeitig rodeln wollen. Er eignet sich besonders für Anfänger und Anfängerinnen, da er etwas langsamer ist. Der Kunststoffschlitten ist vor allem unter den rasanten Fahrern und Fahrerinnen beliebt. Mit ihm sind die Hügel und Kurven noch windschnittiger zu nehmen.

    2. So ist Schlittenfahren ein sicheres Vergnügen

    Nur selten findet sich eine Rodelpiste, die du und dein Kind ganz für euch alleine befahren könnt. Der Ausflug in den Schnee wird bei Getümmel auf der Schlittenbahn also auch zum kleinen Lehrgang in Sachen Rücksichtnahme. Was sind aber die wichtigsten Lektionen, damit alle Rodler und Rodlerinnen einen entspannten und sicheren Tag auf dem Hügel verbringen können? Mit diesen Verhaltensregeln und Tipps bieten wir Ihnen einen ersten Ansatz.

    • Anfänger und Anfängerinnen üben erst einmal auf nur leicht abschüssigen Hügeln
    • immer genug Abstand zum Vordermann bzw. Vorderfrau einhalten
    • nicht auf dem Bauch liegend fahren, um schneller reagieren zu können
    • niemals quer über die Rodelpiste laufen, sondern immer am Rand entlang
    • kleine Kinder sitzen am besten zwischen den Beinen des Erwachsenen

    Altersempfehlung

    Schlittenfahren ist keine Frage des Alters, sondern der Ausrüstung. Natürlich kannst du auch mit einem Säugling bereits ersten Schneespaß auf Kufen erleben. Dann sollte aber ein Erwachsener das Kind sicher im Arm haben und ein anderer ziehen. Steile Pisten sind in dem Alter einfach zu gefährlich. Je größer der Nachwuchs wird, desto mehr kann ihm zugetraut werden.

    Am meisten Spaß macht den Kleinen natürlich, wenn sie mit Mami oder Papi die Pisten erobern können und so erste Erfahrungen sammeln. Später dürfen die Kinder dann – wenn sie sich die Verhaltensregeln gut eingeprägt haben – auch alleine los. An den Modellen wirst du eine Altersempfehlung des Herstellers finden, einen Anhaltspunkt kannst du aber auch der folgenden Auflistung entnehmen:

    • Ab ungefähr einem Jahr können Kinder auf einem Holz- oder Hörnerschlitten mitgenommen werden. Absolut unabdinglich ist dabei allerdings die Rückenlehne, mit der der Schlitten aufgerüstet sein muss.
    • Bis zu vier Jahren sollte diese Regel eingehalten werden, damit das Kind gegen Wegkippen zur Seite oder nach hinten abgesichert ist. Danach kann es sich bereits auf einigen Schlittenmodellen, wie dem Davoser, ausprobieren, sich ziehen lassen oder selbst das Steuer in die Hand nehmen. Zu beachten ist hierbei, dass das Kind nicht in dem Schlitten liegt, sondern aufsitzt, da dies zunächst mehr Kontrolle zulässt.
    • Ist dein Kind bereits fahrerprobt, kann es ab ca. fünf Jahren auch in schalenförmigen Kunststoffschlitten und Bobs richtig Fahrt aufnehmen. Da diese Art von Kinderschlitten ziemlich hohe Geschwindigkeiten erreichen können, sollte ein grundsätzliches Verständnis für die Funktionsweise von Lenkung und Bremse, sowie einige Fahrpraxis vorhanden sein.
    • Lenkschlitten eignen sich für echte Pistenprofis. Ein Mindestalter von vier oder fünf Jahren empfehlen die Hersteller, da auch diese Modelle auf Schnelligkeit ausgelegt sind. Bis ins Teenageralter versprechen die Lenkschlitten – und ab einem Alter von fünf oder sechs Jahren auch die Snowbikes – ausgelassenen Fahrspaß.

      Bremse

      Einige Schlitten haben einen eingebauten Bremsmechanismus, der auch für ungeübte Fahrer und Fahrerinnen leicht zu bedienen ist.

      Gewicht

      Achte unbedingt auf das zulässige Benutzergewicht und überlade den Schlitten nicht.

      Prüfsiegel

      Auch auf Schlitten findest du Prüfzeichen, wie das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit durch ein unabhängiges Prüflabor oder ein zertifiziertes TÜV-Zeichen. Ein sogenanntes CE-Kennzeichen ist bei allen Schlitten Pflicht, weil der Hersteller damit kennzeichnet, dass der Schlitten den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen entspricht und die Sicherheit des Schlittens gewährleistet.

      3. Wichtiges Zubehör für den Schlitten

      Schlittenlehne

      Gerade auf Holzschlitten lassen sich Rückenlehnen leicht und problemlos befestigen. Sie bieten den Schlitten-Neulingen sicheren Halt und verhindern das Herunterfallen während der winterlichen Spazierfahrt. Kinder ab 2 Jahren können sich meist eigenständig gut daran festhalten.

      Babyschale

      Damit bereits ganz kleine Schneefreunde Spaß auf dem Schlitten haben, gibt es Modelle, auf denen sich eine Babyschale befestigen lässt.

      Zugseil

      Ein Zugseil erleichtert dir das Ziehen des Schlittens und schont den Rücken.

      Schiebevorrichtung

      Einige Schlitten lassen sich mit einer Schiebevorrichtung erweitern. So hast du dein Kind immer im Blick, während du den Schlitten vor dich herschiebst.

      4. FAQ – Häufige Fragen

      Wie sollte ich einen Schlitten pflegen?

      Wie bei allen Geräten erhöht die richtige Pflege auch beim Schlitten deutlich die Lebensdauer. Die Geräte – egal ob aus Holz oder Kunststoff – sind der Nässe und natürlich auch Streusalz und anderen Materialien, wie Split oder Granulat, ausgesetzt. Daher sollten du sie nach Gebrauch gut reinigen und trocknen lassen. Vergiss nicht, auch die Bremsen und Lenker abzuwischen und zu säubern. Metallteile können ab und zu mit Fahrradöl geschmiert werden, um leichtgängig zu bleiben. Nach dem Winter pflegst du die Kufen eines Holzschlittens, indem du sie leicht anschleifst und anschließend mit Kerzenöl behandelst. Dies schützt die Metallteile vor Rost.

      Auch das Holz kannst du mit Schleifpapier behandeln und im Anschluss eine Holzschutzlasur vornehmen. Kontrolliere vor der Einlagerung, ob alle Schrauben fest sitzen und das Material – außer den üblichen Gebrauchsspuren – unbeschadet ist. Diesen Sicherheitscheck solltest du wiederholen, bevor der Schlitten im nächsten Winter wieder zum Einsatz kommt. Im Sommer sollte der Schlitten an einem dunklen, trockenen und nicht zu warmen Ort gelagert werden.

      Schlitten, Rodel oder Bob – was ist der Unterschied?

      Schlitten haben feste Kufen, Rodelkufen sind beweglich und stehen schräg. Bobs haben mehr als zwei Kufen, die ebenfalls beweglich sind. Doch viele Hersteller unterscheiden in den Bezeichnungen oft nicht nach solchen Feinheiten und so wird der Hörnerschlitten, dessen Kufen fest sind, auch gerne mal als Hörnerrodel bezeichnet.

      Was sollen Kinder zum Schlittenfahren anziehen?

      Ein Tag an der frischen Luft und im pulverigen Neuschnee erfordert die passende Kleidung. Wichtig ist dabei zu beachten, dass die Kids beim Schlittenfahren ordentlich in Bewegung sind. Der Aufstieg durch den Schnee zur Hügelkuppe kann schnell zum schweißtreibenden Marsch werden. Vor diesem Hintergrund empfiehlt sich atmungsaktive Bekleidung. Dabei muss es nicht immer gleich Hightech-Skiwäsche sein. Auch Baumwollwäsche verfügt über atmungsaktive Eigenschaften. Über langer Unterhose und Unterhemd reichen ein Pulli und ein wasserdichter Schneeoverall beziehungsweise eine Schneehose mit passender Jacke aus. Hier spielt eine hohe Wassersäule eine wichtige Rolle – sie verhindert, dass sich die äußere Schicht mit Feuchtigkeit vollsaugt. Schließlich soll der Nachwuchs auch nach ein paar Stunden Toben im Schnee trocken bleiben.

      Accessoires wie Handschuhe, Schal und Mütze runden das winterliche Rodel-Outfit ab. Nicht anders als beim Radfahren, können Kinder beim Schlittenfahren einen Helm tragen. Vor allem auf einer stark befahrenen Piste ist ein Helm ein sehr guter Sicherheitsfaktor.